[Im Video irrtümlich als Familie Tareke bezeichnet]

37. Familie Masresha

(6; Eltern, Söhne Muluken, Alemayehu, Yabsra und Tochter Seritu)
Mutter Abenet (geb. 1982)
Vater Masresha (geb. 1973), Tagelöhner, monatliches Einkommen ca. 250-300 Birr.
Die Eltern kamen vor 15 Jahren aus Gonder, um in Addis Arbeit zu finden. Zuerst lief es ganz gut. Seit fünf Jahren lebt die Familie aber in einer von Plastikfolien zusammengehaltenen Hütte. Eigentlich kann man nicht mehr von leben oder wohnen sprechen. Hier fehlt es an fast allem: sie haben keine Matratze und keine warmen Decken. Addis Abeba liegt auf über 2000m Höhe und nachts wird es empfindlich kalt.

Tochter Seritu (geb. 1999) lebt wegen häufiger sexueller Übergriffe in diesem Slum in der Hütte ihres Onkels an einem sicheren Ort. Sie geht in die fünfte Klasse

Die Söhne Muluken (geb. 2002) und Alemayehu (geb. 2004) gehen in die dritte und zweite Klasse. Der jüngste Sohn Yabsra wurde 2011 geboren. Die Mutter hat uns gegenüber versichert, dass keine weiteren Kinder geplant sind und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.

Trotz der mehr als widrigen Umstände sind die Kinder erfolgreich in der Schule und dies ist – ein besseres Umfeld vorausgesetzt – noch ausbaufähig.
Seritu ist die sechsbeste von 45 Schülern, Muluken der zweitbeste von 39 und Alemayehu der zwölftbeste von 59!

Besuch Dezember 2012/Januar 2013:
Familie Masreshan hat uns in meiner Unterkunft besucht. Mesfen (geschweige denn ich selber) kann auch diese Familie nicht mehr in ihrer Hütte besuchen, da der Vermieter sofort Geld wittert und die Miete anhebt. Das Zeugnis von Seritu (Rang 6 von 64) und Muluken (4 von 50) ist sehr gut, das von Alemayehu (16 von 50) gut. Wir warten das nächste Zeugnis (nach Besuch des Schultutoriums) ab; vielleicht kommt eines der Masresha Kinder auch für die Akaki- oder Esperanza-Schule in Frage. Für alle Kinder muss eine Wolldecke, Kleidung und Schuluniformen gekauft werden.

Masresha Familie: Mutter Abenet, Söhne Muluken, Alemayehu und Hjabsra, Tochter Seritu (Video 12) (08.01.2012)

Masresha Familie: Wohnumgebung (08.01.2012)


 


Besuch 10/11.2013

Besuch September/Oktober 2013:
Ich habe dieses Mal die Familie unauffällig besucht. Alle sind wohlauf. Seritu ist in der Schule etwas abgefallen (11 von 53), aber immer noch gut, Muluken ist wieder sehr gut (5 von 40) und Alemayehu ist gleich gut geblieben (18 von 47). Die Kinder werden ein Schultutorium besuchen.


Stand 10.12.2013


 

Besuch Dezember 2014:
Der Familie Masresha geht es gut. Die Zeugnisse von Sohn Muluken (6/56) und Tochter Seritu (18/68) sind erfreulich ausgefallen, während Sohn Alemayehu durchschnittlich (26/52) abgeschnitten hat. Die Lehrer sind der Ansicht, dass Alemayehu mit mehr Einsatz bessere Leistungen abrufen könnte. Das habe ich auch angemahnt.


Besuch Dezember 2015: Der Familie geht es gut. Da ich Tochter Seritu noch nie persönlich gesprochen hatte und sie auch dieses Mal nicht im Familienkreis anwesend war, habe ich die Mutter gebeten, mit Seritu in meiner Unterkunft vorstellig zu werden. Alle Kinder legen ein durchschnittliches bis gutes Zeugnis vor und sie fragen nach einigen Schulbüchern.


Besuch Dezember 2016: Sohn Muluken zeigt dieses Jahr eine kleine Schwäche, was sich auch begründen lässt. Seit diesem Schuljahr wird der Unterricht auf Englisch abgehalten, was natürlich für die Kinder schwieriger ist als in der Muttersprache. Er benötigt einige Schulbücher und ein Oxford Englisch/Englisch Wörterbuch zum besseren Verständnis der Sprache. Tochter Alemayehu bleibt konstant in der Schule, aber bei ihr ist mehr drin. Auch sie bekommt ein paar Schulbücher und ich hoffe, meine Motivationsversuche werden im kommenden Jahr fruchten. Tochter Seritu legt zu meiner Freude ein sehr gutes Zeugnis vor  (5/43).

 

2013 Masresha Familie, Mutter Abenet mit Söhnen Muluken Alemayehu und Yabsra 2012 Mutter-Abenet Soehne-Muluken-Alemayehu-Hjabsra Tochter-Seritu