47. Familie Mergia Dereje

(4; Mutter Mekdes, Töchter Saron, Abigal und Santa)
Seitdem der Vater eine andere (jüngere) Frau kennengelernt hat, lebt die Mutter mit ihren drei Kindern alleine. Früher hat Mekdes als Kellnerin in einem Restaurant gearbeitet, aber sie kann nun nicht mehr den ganzen Tag arbeiten, da sie den Haushalt führen muss und sich um die Kinder kümmert. Sie arbeitet stundenweise als Wäscherin oder Putzfrau und verdient 300 Birr monatlich, was natürlich vorne und hinten nicht ausreicht. Die Kinder, deren Leistung bereits gut bis sehr gut ist (s.u.), brauchten dringend eine Wolldecke, Kleidung und Schulbücher.
Saron (geb. 16.08.1998), grade 7, Rang 5 von 38 SchülerInnen
Abigal (geb. 1999), grade 5, Rang 9 von 27 SchülerInnen
Santa (geb. 2003), grade 2, Rang 3 von 26 SchülerInnen

Mergia Dereje Familie (05.01.2013)


Stand: 29.01.2013


Besuch 10/11.2013

Besuch September/Oktober 2013:
Die Mutter arbeitet als Putzfrau (Lohn 500 Birr monatlich) und trägt somit zum Lebensunterhalt der Familie bei. Alle Kinder haben sehr gute Zeugnisse:
Abigal (12 von 58)
Saron (1 von ?)
Santa (4 von 49)
Saron konnte sich gut mir mit auf Englisch unterhalten. Ich bin der Meinung, dass wir diese Kinder unbedingt fördern sollten und wir haben sie zügig auf einer nahe gelegenen Privatschule angemeldet (Elbetel Schule). Diese Schule kostet pro Kind nun 6000 Birr pro Jahr. Ich schaue mir die nächsten Zeugnisse genau an und wir werden sehen, ob meine Einschätzung richtig war.


Stand 10.12.2013


 

Besuch Dezember 2014:
Die begabten Kinder sind nun ein Jahr auf der Privatschule und mussten wegen der höheren Leistungsanforderungen zunächst einmal Anschluss bekommen. Bei Saron ist dies voll und ganz gelungen. Sie ist die drittbeste Schülerin in der Klasse. Schwester Abigal konnte ihren Rang halten während die jüngste Schwester Santa etwas abgefallen ist. Hier mache ich mir keine Sorgen, denn die Kinder mussten sich erst einmal auf der neuen und leistungsstärkeren Schule einfinden. Saron wird sich auch um ihre jüngeren Schwestern kümmern. Ich habe den Kindern empfohlen, BBC zu hören und auch englische Bücher zu lesen. Des Weiteren ist mir aufgefallen, dass alle drei Kinder Probleme mit dem Fach „Computer“ haben. Dies liegt wohl daran, dass sie nicht – wie ihre Mitschülerinnen – zu Hause am Computer üben können. Wir sollten in Erwägung ziehen, diese Familie mit einem Computer auszustatten. Das macht Sinn.

Mutter Mekdes, Töchter Santa, Saron und Abigal (Dez. 2014)


Besuch Dezember 2015: Die Familie ist wohlauf und in eine kleinere Wohnung gezogen. Die Kinder haben sich gut auf der Privatschule eingelebt. Santa und Abigal legen gute Zeugnisse vor, Saron ein sehr gutes. Alle Kinder benötigen neue Schulbücher (Mathematik, Physik, Chemie), die wir gerne zur Verfügung stellen. Da die Kinder nun auch in der Schule am Computer unterrichtet werden, sollte diese Familie alsbald ein Laptop bekommen. Die Mutter arbeitet on der Gastronomie und als Putzkraft, um zumindest ein wenig zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen.

Töchter Saron, Abigal und Santa (Dez. 2015)


Besuch Dezember 2016: Den drei Töchtern habe ich aufgrund der konstant guten Leistungen dieses Jahr ein Laptop mitgebracht, dass freudig entgegengenommen wurde. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Saron, die schon sehr gut Englisch spricht. In ihrer Klasse nimmt sie Rang 3 von 42 ein und das National Exam (alle Jahrgänge in Äthiopien schreiben dieselben Klausuren) hat sie mit Auszeichnung bestanden. Auch die beiden Schwestern zeigen überdurchschnittliche Leistungen. Abigal hat ein Problem mit den Augen und wird einen Augenarzt konsultieren. Für ihre besonderen Leistungen wünschen sich die Kinder Zeichenpapier und Stifte. Insgesamt betrachtet repräsentiert diese Familie unsere Vorstellung einer guten Zusammenarbeit.

 

2014 Familie Mergia Dereje 47 - Mutter Mekdes, Töchter Santa, Saron und Abigal 2013 Mergia Dereje Familie, Mutter Mekdes mit Töchtern Saron Abigal und Santa