35. Familie Abera

(6; Eltern und Töchter Ejigayehu, Habil, Absalat sowie Sohn Yonathan)
Mutter Haimanot (geb. 1982), verkauft Lotterielose, der Vater Solomon (geb. 1972) arbeitet als Tagelöhner. Die Eltern sind Analphabeten; das monatliche Durchschnitts-einkommen beträgt 350 Birr. Sie überleben gerade so eben, weil die Miete Ihrer Behausung sehr niedrig ist. Der Schulbesuch hat nicht die höchste Priorität, da jedes Familienmitglied über kleine Hilfsarbeiten Geld für die Ernährung beisteuern muss.
Tochter Ejigayehu (geb. 1998), siebte Klasse
Tochter Habil (geb. 2002), vierte Klasse
Sohn Yonathan (geb. 2005), erste Klasse
Tochter Absalat (geb. 2011)

Besuch Dezember 2012/Januar 2013:
Alle sind wohlauf, allerdings benötigt Habil eine Brille. Die Leistungen von Habil (Rang 8 von 52) und Ejigayehu (Rang 13 von 44 sind gut, Yonathan fällt allerdings etwas ab. Dies werden wir verfolgen und ich erwarte, dass auch die Leistungen von Yonathan durch das Tutorium besser werden.

Abera Familie: Mutter Haimanot, Absalat, Yonathan, Habil und Ejigayehu (05.01.2012)


Stand 01.1.2012/29.01.2013


 

Besuch September/Oktober 2013:
Hier hat sich etwas in der Familienzusammensetzung verändert. Ejigayehu ist offenbar die Tochter der Schwester (Birhane) von Mutter Haimanot und hat nur vorübergehend in der Familie gelebt. Ejigayehu ist nun mit ihrer Mutter Birhane zurück in den Süden Äthiopiens gezogen (Arussi). Somit leben nun 5 Personen im Haushalt Abera. Habil hat eine Brille bekommen und kann nun besser sehen. Ihre Leistungen sind gut. Yonathan hat sich erfreulicherweise in der Schule verbessert.


Stand 10.12.2013


Besuch Dezember 2014:
Der Familie geht es soweit gut und wir können mit den Leistungen in der Schule zufrieden sein. Habil (7. von 49 SchülerInnen) hat ein sehr schönes Zeugnis vorgelegt und auch das Zeugnis ihres Bruders Yonathan (12. von 40) ist gut. Habil benötigt Fachbücher (Physik), die Yared besorgen wird. Das Wellblechdach der Familie hat Löcher und in der Regenzeit gelangt Wasser in den Raum. Yared wird sich auch hier kümmern.


Besuch Dezember 2015: Mittlerweile ist das Dach der Hütte repariert, allerdings hat auch hier der Vater die Familie verlassen (Flucht vor Verantwortung, Geldnot etc.). Yonathan legt ein etwas besseres Zeugnis vor, obwohl die Lehrer attestieren, dass er noch besser werden kann. Habil konnte leider ihr Leistungsniveau nicht halten. Sie gibt an, dass ab dem 7. Schuljahr der Unterricht auf Englisch gehalten wird, und hier hat sie Probleme. Die Mutter verkauft Zwiebeln und Karotten auf der Straße und trägt somit 200 Birr zum Lebensunterhalt bei.


Besuch Dezember 2016: Eigentlich sollte diese Familie von der weiteren Förderung ausgeschlossen werden. Die Mutter und ihre Schwester verfügen offenbar über eigene Räume, die sie vermietet hatten. Diese Einkünfte haben sie uns verschwiegen, was ein Vertrauensbruch ist. Da sie ihren Fehler eingestanden und sich entschuldigt haben, ihr Verhalten gegen Yared einwandfrei war, und die Zeugnisse der Kinder konstant gut ausfallen, nehmen wir die ausgesetzte Förderung vorübergehend wieder auf. Diese Familie steht aber nun unter besonderer Beobachtung und die eigenen Einkünfte werden im Förderungsbetrag entsprechend berücksichtigt.